#10: Haben Tiere eine Seele?

Für mich ganz klar: JA.

Jeder, der ein Tier zu Hause oder im Stall hat und sich auch mit dem Tier beschäftigt und es nicht nur einfach „besitzt„, der kann es bestätigen.
Tiere sind auch in ihrem Wesen und Schmerzempfinden sehr vielschichtig und empfindsam.
Jeder hatte bestimmt schon mal die Situation, sein „Freund/in“ ist eingeschnappt, weil es mal nicht nach seinem Kopf geht.
Oder überschwängliche Freude, wenn man nach Hause kommt.
Oder diese endlose Liebe, wenn man miteinander schmust.

Zwei Dinge haben diese Gedanken in mir angeregt.
● Zum Einen dieser Link, wo dieser Vogel um seinen Freund/Partner trauert.

Seelenmomente.de – Kleiner Vogel

Wurde auch schon bei Eisbären und Elefanten beobachtet, das sie ihr Junges fast bis zum Schluss mit „durchschleifen„.
Bei Elefanten ist es so, das sie selbst nach Jahren, wenn sie wieder an der Stelle vorbeikommen, an der ein Mitglied der Herde verstorben ist, anhalten und ggf. an den Überresten schnüffeln und innehalten.

● Zum Anderen diese Bild. Schau in diese Augen und sag mir, was siehst du darin?
(Für größere Darstellung bitte auf das Bild klicken.)

Schrei einer Seele

Schrei einer Seele

Angst, Verzweiflung, Hilfe. Wie währe das ohne Seele möglich.
Versetze Dich in SEINE Lage. Was fühlst DU, wenn dich jemand aus deinem Umfeld reist. Du weißt nicht, wo oben und unten ist. Plötzlich eingesperrt, alles ist Laut, ungewohnt, andere Gerüche, Hektik und Panik.

Und? Wie fühlst Du dich dabei?

Was ich anregen möchte, ist die Tatsache, das ein Tier nicht nur einfach ein „Ding„, eine Sache ist. Es ist ein Lebewesen (Ein Earthling → #7 – Earthlings), das geachtet und toleriert werden will und auch muss.
Wir nehmen ihnen weiter den Lebensraum weg und wundern uns, das in einigen Gegenden die Bären z.B. dann auf der Terrasse sitzen und sich am Müll bereichern. Oder das sich Wölfe und Bären an den Rinder- oder Schafherden bedienen oder der Fuchs im Hühnerstall.
Klar, für diese Tiere ist das ein Essen auf dem Silbertablett. Da überlegt man es sich schon, lauf ich mir die Lunge für einen mageren Hasen aus dem Leib oder bediene ich mich an der „Fleischtheke“.

Auch für mich ist das Neuland und auch ich befinde mich in einem Prozess des Umdenkens. Auch ein weiteres Bestreben aktiv zu Handeln und nicht nur den Zeigefinger zu heben. Ist schon einfach, nur Anpacken muss man auch können.

Viel Liebe.
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Das Bild darf ich mit freundlicher Unterstützung von → Stern.de – Bilder des Tages posten.
Vielen Dank
Falls der Link einmal ungültig sein sollte, hier die Geschichte zu dem Affen. Zumindest ein guter Ausgang:

6. November
Schweinerei!
Bogota, Kolumbien. Wütend kreischt ein Weißschulter-Kapuzineräffchen durch den Drahtzaun: Mindestens 270 Tiere, mit denen illegal gehandelt worden ist, werden nach Angaben der Behörden in den nächsten Tagen in ihre natürliche Umgebung in der Provinz Casanare entlassen.
© Fredy Builes/Reuters